Meine Methoden

Katathym Imaginative Psychotherapie 

Katathym Imaginative Psychotherapie ist ein anerkanntes tiefenpsychologisch fundiertes Verfahren und wurde in den fünfziger Jahren von Prof. Dr. H. Leuner entwickelt.

Der Name bedeutet frei übersetzt – „innere Bilder, die die Seele widerspiegeln“. Dabei werden Imaginationen – Vorstellungen, innere Bilder – zur Erreichung des therapeutischen Ziels nutzbar gemacht. Katathym Imaginative Psychotherapie ist sowohl bei der Behandlung aktueller Probleme und Themen als auch bei der Aufarbeitung von Ereignissen aus der Lebensgeschichte hilfreich. 

Beides geschieht einerseits auf der Ebene der Imaginationen, die die innere Situation verdeutlichen, andererseits auf der psychotherapeutischen Gesprächsebene. Unter therapeutischer Anleitung steigen zu verschiedenen Motiven (z.B.: „Blume“, „Wiese“,.....) vor dem inneren Auge Bilder auf. Es entstehen Szenen, es können Erinnerungen und Gefühle auftauchen. In den Imaginationen bilden sich unbewusste Konflikte, bestehende Probleme, Wünsche und Fantasien symbolhaft ab. Dabei ergeben sich neue Möglichkeiten des Wahrnehmens, Fühlens oder Handelns. Die Entdeckungsreise in die innere Bilderwelt hilft bisher unbekannte Zusammenhänge zu verstehen, aus gelernten Beschränkungen hinauszuwachsen und innere Potentiale zu erschließen. 

 

Autogene Psychotherapie

Autogene Psychotherapie istein wissenschaftlich fundiertes, psychotherapeutisches Verfahren. Es handelt sich dabei um eine auf Autosuggestion basierende Entspannungstechnik, welche 1926 vom Berliner Psychiater J.H. Schultz aus der Hypnose entwickelt wurde. 

Der Begriff „autogen“ - wörtlich „aus sich heraus entstehend“ – beschreibt, dass es dabei um die Förderung der inneren Entwicklung durch die Stärkung der seelischen und körperlichen Selbstheilungskräfte geht. Autogene Psychotherapie wird mittels Übungen gelernt und angewandt. Man unterscheidet zwischen Grund-, Mittel – und Oberstufe.

 

Transpersonale Psychotherapie

Spirituelle Dimensionen (- von Geistigkeit und Glauben getragene Orientierungen) gewinnen im persönlichen wie auch im gesellschaftspolitischen Leben immer mehr an Bedeutung. Die Transpersonale Psychotherapie bezieht die spirituelle Dimension der Psyche in ihr Denken mit ein. Das Menschenbild der Transpersonalen Psychotherapie geht davon aus, dass die Quelle der Weisheit im Inneren liegt, der Mensch in seiner Entwicklung über das Ego hinauswächst, seine Existenz vernetzt ist und Liebe als universale Kraft die innere Entwicklung unterstützt. Die Integration von Weisheitslehren, westlicher Psychologie und moderner Bewusstseinsforschung ist dabei eines ihrer größten Anliegen. Sie bezieht sich aber auch auf eine Religiosität, die von innen kommt (mystische - esoterische) und weniger durch Dogmen bestimmt (exoterisch) ist.

Die transpersonale Psychologie setzt auf die umfassende Kraft, die über die Grenzen der personalen Erfahrung hinausgeht. Sie sagt, dass wer und was wir sind nicht auf die Persönlichkeit beschränkt ist. Der Mensch kann trotz der fundamentalen Erfahrung des „Geworfenseins“, wie Jean-Paul Satre den Seinsmodus des Menschen beschreibt, trotz der unberechenbaren Wirren des Schicksals auf etwas vertrauen, das ihm stets Heimat gibt - sein inneres Wesen. 

Es wird auch Höheres Selbst, Transpersonales Selbst oder Innere Weisheit genannt. Das „transpersonale Selbst“ ist umfassender, tiefgründiger und weiter als das Selbst wie es in der traditionellen Psychotherapie beschrieben wird. Die Transpersonale Psychotherapie bemüht sich um einen Brückenschlag zwischen Psychotherapie und Spiritualität und versucht eine einheitliche Sichtweise zu entwickeln, in der das Personale und das Transpersonale als letztendlich zwei verschiedene Manifestationen ein und derselben Wirklichkeit gesehen werden.

 

Brainspotting

Brainspotting (BSP; vom englisch brain ‚Gehirn‘ und spotting ‚etwas ausfindig machen‘)ist eine vom amerikanischen Psychotherapeuten David Grand 2003 begründete, behutsame und effektive Therapiemethode zur Behandlung von psychischem und traumatischem Stress. Die Überflutung des Gehirns aufgrund einer überwältigenden Stressreaktion behindert eine angemessene Verarbeitung des Erlebten. Betroffene können die gemachte Erfahrung nicht wie gewohnt in ihren Erlebnisschatz integrieren und danach wieder davon Abstand gewinnen. Dieser Umstand kann dazu führen, dass der Organismus durch das unverarbeitet im Körpergedächtnis eingekapselte Erleben auf einem erhöhten Stressniveau verharrt und charakteristische (psychische und somatische) Folgebeschwerden entwickelt  

Bei der Arbeit mit Brainspotting wird ein vertrautes Phänomen zur Verarbeitung genutzt; denn die Entdeckung, dass es einen konkreten Zusammenhang zwischen innerem Erleben (z.B. intensive Gefühle bei Erinnerung an bedeutende Lebensthemen), körperlichen Empfindungen und der spontanen Blickrichtung der Augen gibt, ist nicht neu. Wenn wir intensiv mit einem Thema oder einer Erinnerung beschäftigt sind, suchen sich unsere Augen unwillkürlich bestimmte wiederkehrende und nicht-zufällige Blickpunkte im Raum. Durch das gezielte Aufsuchen dieser relevanten Blickpunkte - „Brainspots“ - werden unverarbeitete, im impliziten Gedächtnis gespeicherte Erfahrungen für den Verarbeitungsprozess zugänglich gemacht und mithilfe der Regulationsfähigkeit des Gehirns verarbeitet. Dieses schonende und respektvolle neuropsychotherapeutische Verfahren kann auch bei der Therapie von Ängsten, Depressionen, Schlafstörungen, Suchterkrankungen, Leistungsblockaden usw. sehr hilfreich sein.

„Brainspotting nutzt die Neuroplastizität des Gehirns zu Traumaverarbeitung ohne therapeutische Hypothesen oder Deutungen, sondern durch eine akzeptierende und neugierig-beobachtende Grundhaltung. Ziel der Methode ist eine Auflösung blockierter Erregung im Gehirn und Körper eines Menschen.“ (Mag. Thomas Weber, Wien)

 

Ego-State-Therapie

Die Ego-State-Therapie wurde 1980 von John und Helen Watkins entwickelt. Sie ist ein psychotherapeutischer Ansatz der mit Persönlichkeitsanteilen arbeitet. Das „Ich“ ist im Ego-State-Modell durch eine Anzahl von Persönlichkeitsanteilen (Ego-States oder Ich-Zuständen) charakterisiert, die durch mehr oder weniger durchlässige Grenzen voneinander getrennt sind. Gewöhnlich zeigt sich eine Pathologie dann, wenn Uneinigkeiten oder ein Mangel an Kooperation zwischen den Ego-States auftreten. Im therapeutischen Setting wird mit jenem Anteil gearbeitet, dem Veränderung gerade am meisten nützt.

Wir alle haben verschiedene Ego-States in uns und jeder dieser Teile hat seine eigenen Macht- und Ohnmachtsgefühle, Emotionen, Denkweisen und Fähigkeiten, also seine eigenen Persönlichkeitszüge. Diese verschiedenen Ich-Zustände können Freude und Kraft in unser Leben bringen, aber genauso auch Schmerzen, Unsicherheit, massive Selbstwertprobleme und unerwünschte emotionale Reaktionen auslösen. Wenn wir sagen „ein Teil von mir“, reden wir von einem Ego-State. Sind zwei oder mehrere Ego-States miteinander im Konflikt, fühlen wir uns innerlich zerrissen und haben oft Mühe, klare Entscheidungen zu treffen

In der Ego-State Therapie wird Ich-Zuständen, die Schmerz, Trauma, Wut oder Frustration verbergen, geholfen, sich davon zu befreien, in dem sie Gelegenheit haben sich auszudrücken und in dem sie getröstet, geschützt und gestärkt werden. Es soll die Kommunikation zwischen den Ego-States ermöglicht oder verbessert werden. Den Klienten wird geholfen ihre Ego-States kennenzulernen, damit sie sich diese besser zunutze machen können. So können sie zum Beispiel lernen, in einer entspannten Situation offen für emotionale Erfahrungen zu sein, jedoch bei Druck oder Bedrohung sich abzugrenzen und zu wehren.

 

© Psychotherapie Felber
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